architektur

Türme der Kathedralen prägten in der Vergangenheit das Erscheinungsbild der Städte. Zeichen für Religion, Kultur, Gemeinschaft und Transzendentes. Die heutigen Stadttürme stehen mit ihren strengen Fassaden und anonymer Atmosphäre für Macht, Geld  und Egoismus. Symbole für Banken und Vermögungsgesellschaften krönen ihre Spitzen. Sie wirken wie unzugängliche, abgehobene Luftschlösser, verdrängen Lebensräume und werden zum Alptraum, wie die Fotos und Collagen aus der Finanzmetropole Frankfurt zeigen. Es erinnert an den Turmbau zu Babel, die Symbolgeschichte gegen Gier und Selbstüberschätzung, angedeutet in einer Collage im letzten Bild des ersten Blocks. Das Gemälde stammt von Marten van Valckenborch, ein flämischer Maler aus dem 16. Jahrhundert, der in seinen letzten Lebensjahren in Frankfurt wohnte und arbeitete.  Der Wohnraum in Städten wird immer kostbarer. Menschen werden in Wohnblocks gepresst. Funktionalität und Gewinnmaximierung stehen vor gutem Wohngefühl. Es entsteht  Einsamkeit trotz menschlicher Enge. Kommunikation geschieht über Satelitenschüsseln. Farbgestaltung kann die negativen Attribute nicht verdrängen. Nachtaufnahmen von Bürohochhäusern erhöhen durch einen starken Hell-Dunkel Kontrast den Eindruck von Anonymität und Kälte. Durch Spiegelungen und besonderen Perspektiven ähneln die Gebäude der letzten vier Abbildungen Weltraumstationen.

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